VMware wird teurer: Was kleine und mittlere Betriebe jetzt wissen müssen

Seit Broadcom VMware übernommen hat, ist bei vielen unserer Kunden dieselbe Frage aufgetaucht – meist ausgelöst durch ein Angebot, das deutlich anders aussah als das vom Vorjahr: Zahlen wir künftig für dasselbe ein Vielfaches?

Die kurze Antwort: Für kleine Umgebungen häufig ja. Die längere Antwort ist die, die man für eine Entscheidung braucht – und um die geht es hier.

Was sich tatsächlich geändert hat

Drei Umbauten wirken zusammen, und keiner davon ist eine reine Preiserhöhung:

Drei Umbauten bei VMware unter Broadcom: Kauflizenz wird Abonnement, Einzelprodukt wird Bündel, Mindestabnahme 16 Kerne je CPU bedeutet bezahlte, nicht verbaute Kerne
Drei Umbauten, die zusammenwirken – und deren Effekt umso größer ist, je kleiner die Umgebung.

Von der Kauflizenz zum Abonnement

Die dauerhaften Lizenzen sind Geschichte. Wer früher einmal kaufte und danach freiwillig Wartung zahlte, mietet heute. Das ist für sich genommen branchenüblich – es ändert aber die Kalkulation grundlegend: Aus einer Investition mit Restwert wird eine Fixkostenposition, die jedes Jahr im Budget steht und jedes Jahr steigen kann.

Größere Pakete statt einzelner Bausteine

Die früheren Einstiegsprodukte für kleine Umgebungen sind in umfangreichere Bündel gewandert. Wer nur Virtualisierung wollte, bekommt heute Funktionen mitgeliefert – und mitverrechnet –, die er nie angefordert hat.

Höhere Mindestabnahmen

Lizenziert wird nach CPU-Kernen, mit einer Untergrenze pro Prozessor. Diese Untergrenze wurde angehoben. Für einen Betrieb mit zwei kleinen Hosts bedeutet das: Sie bezahlen Kerne, die in Ihrem Serverraum gar nicht verbaut sind.

Dazu kommt ein vierter Punkt, der selten in den Preislisten steht: Viele kleinere Systemhäuser sind aus dem Partnerprogramm gefallen. Der vertraute Ansprechpartner, der die Umgebung seit Jahren kennt, darf sie unter Umständen nicht mehr betreuen.

Warum das gerade KMU trifft

Ein Konzern mit dreihundert Hosts verhandelt. Ein Handwerksbetrieb mit zwei Servern und dreißig Arbeitsplätzen verhandelt nicht – er bekommt eine Liste.

Links ein Konzern, der am Konferenztisch verhandelt; rechts ein Handwerksbetrieb, der an der Tür nur einen Umschlag mit der Preisliste bekommt
Ein Konzern verhandelt. Ein Handwerksbetrieb mit zwei Servern verhandelt nicht – er bekommt eine Liste.

Genau dort liegt die Schieflage: Die Mindestabnahmen und die Bündelung treffen kleine Umgebungen prozentual am härtesten, während der Nutzen der mitgelieferten Zusatzfunktionen dort am geringsten ist. Ein Betrieb, der zwei Dutzend virtuelle Maschinen betreibt, braucht keine Automatisierungsplattform für Rechenzentren. Er braucht Server, die laufen, und ein Backup, das im Ernstfall zurückspielt.

Ihre vier Möglichkeiten – ehrlich sortiert

Ein Unternehmer an einer Kreuzung mit vier Wegen; drei grau, der vierte orange führt zu einem offenen Serverschrank
Vier Wege, ehrlich sortiert: bleiben, verkleinern, Hersteller wechseln – oder auf eine offene Plattform, die ohne Lizenzzwang läuft.
  • Bleiben und zahlen. Legitim, und manchmal richtig. Wenn Ihre Umgebung tief in VMware-spezifischen Werkzeugen hängt oder eine Branchensoftware ausdrücklich nur dort zertifiziert ist, kann Bleiben die günstigere Rechnung sein – trotz höherem Preis. Prüfen Sie es, statt es anzunehmen.
  • Verkleinern. Weniger Hosts, dafür stärkere. Konsolidierung senkt die Kernanzahl und damit die Lizenzkosten. Das verschafft Luft, löst das strukturelle Problem aber nicht: Der Preis steigt weiter, nur von einem niedrigeren Sockel aus.
  • Zu einem anderen Hersteller wechseln. Nutanix, Hyper-V und andere sind ernstzunehmende Wege. Sie tauschen damit allerdings eine Lizenzabhängigkeit gegen die nächste – mit demselben Risiko, in drei Jahren wieder vor dieser Frage zu stehen.
  • Auf eine offene Plattform wechseln. Proxmox VE ist quelloffen, kommt aus Wien und lässt sich mit oder ohne Support-Abo betreiben. Die Abhängigkeit vom Preisdiktat eines einzelnen Herstellers entfällt, weil die Software auch ohne Vertrag weiterläuft. Dafür braucht es Know-how beim Umstieg – und jemanden, der die Anlage danach kennt.

Was ein Umstieg realistisch bedeutet

Wir werben nicht damit, dass ein Wechsel nichts kostet. Er kostet – nur eben einmal statt jedes Jahr:

  • Bestandsaufnahme: Welche VMs laufen wirklich? Erfahrungsgemäß finden sich in jeder gewachsenen Umgebung Maschinen, die seit Jahren niemand mehr braucht.
  • Migration: Virtuelle Maschinen lassen sich übernehmen, meist im laufenden Betrieb außerhalb der Kernzeiten. Ein kompletter Neuaufbau ist die Ausnahme.
  • Backup: Der Proxmox Backup Server ersetzt die bisherige Sicherungslösung – inklusive Prüfung, ob ein Restore tatsächlich funktioniert. Diesen Test machen wir vor dem Umschalten, nicht danach.
  • Einschulung: Die Oberfläche ist anders, nicht schwieriger. Ein halber Tag reicht in der Regel für die Leute, die täglich damit arbeiten.

Der Aufwand fällt einmal an. Die Lizenzrechnung fällt jedes Jahr an. Ab welchem Zeitpunkt sich das dreht, hängt an Ihrer Größe – und genau das lässt sich vorher ausrechnen. Wie wir dabei rechnen, steht im ehrlichen Kostenvergleich.

Was wir empfehlen

Warten Sie nicht auf die nächste Verlängerung. Wer erst reagiert, wenn das Angebot auf dem Tisch liegt, verhandelt unter Zeitdruck und trifft die Entscheidung, die gerade schnell geht – nicht die richtige.

Nehmen Sie sich die Zahlen: aktuelle Lizenzkosten, Laufzeitende, Anzahl Hosts und Kerne, Alter der Hardware. Damit lässt sich in einem Nachmittag beantworten, ob ein Wechsel für Sie rechnet oder nicht.

Häufige Fragen zur VMware-Preiserhöhung

Warum ist VMware für kleine Betriebe teurer geworden?

Seit der Übernahme durch Broadcom gibt es nur noch Abonnements statt Kauflizenzen, größere Produktbündel statt einzelner Bausteine und eine höhere Mindestabnahme je Prozessor. Ein Betrieb mit zwei kleinen Hosts bezahlt damit Kerne, die im Server gar nicht verbaut sind.

Läuft VMware weiter, wenn ich das Abonnement nicht verlängere?

Technisch läuft die Umgebung weiter, aber ohne Updates, Sicherheitspatches und Herstellersupport. Für einen Produktivbetrieb ist das keine Dauerlösung – spätestens beim nächsten Hardwaretausch oder Sicherheitsproblem wird es kritisch.

Welche Alternativen zu VMware gibt es für KMU?

Bleiben und zahlen, die Umgebung verkleinern, zu einem anderen Hersteller wechseln (etwa Hyper-V oder Nutanix) oder auf eine offene Plattform wie Proxmox VE umsteigen, die ohne Lizenzzwang läuft und ein Support-Abo optional anbietet.

Wie lange dauert ein Umstieg von VMware auf Proxmox?

Für zwei bis drei Hosts und ein paar Dutzend virtuelle Maschinen typischerweise wenige Tage. Die Migration läuft außerhalb der Kernzeiten; ein Stillstand des Betriebs ist bei sauberer Planung nicht nötig.

Genau das machen wir im VMware-Ausstiegs-Check – kostenlos und unverbindlich. Sie bekommen eine Gegenüberstellung Ihrer heutigen Kosten mit einer konkret auf Ihren Betrieb gerechneten Alternative. Wenn dabei herauskommt, dass Bleiben günstiger ist, sagen wir Ihnen das auch.

Kostenlosen Ausstiegs-Check anfordern

Oder direkt: +43 7662 57 4740 · [email protected]

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Zum Weiterlesen: Proxmox oder VMware? Der ehrliche Kostenvergleich · Unsere Leistungen zur Virtualisierung